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Stand: 08.07.2016

Pressemitteilung

Steigender Strompreis belastet Haushalte mit geringem Einkommen

2020-03-06 Stromspar-CheckUm den Energieverbrauch in Haushalten, die von Armut bedroht sind, zu senken, hilft die Caritas mit dem Stromspar-Check: Stromsparhelfer gehen in diese Haushalte und beraten, wie sie ihren Energieverbrauch senken können. Anlässlich des Tages des Energiesparens am 5. März betont Markus Mengemann, Regionalleiter bei der Caritas Ost-Württemberg: "Licht, Kommunikation und ein warmes Essen sind ein Grundbedürfnis. Ohne Energieversorgung kann man nicht angemessen leben." Er fordert die Kommunen auf, sich an diesem sozialen Klimaschutz zu beteiligen und das Projekt Stromspar-Check finanziell zu unterstützen.

Die Stromsparhelfer waren selbst ehemals langzeitarbeitslos. In Kooperation mit den Energieagenturen in Baden-Württemberg wurden sie zu Beratern in Sachen Stromsparen ausgebildet und vollzogen damit den Schritt ins Berufsleben. Beim Stromspar-Check messen sie in den Haushalten die Verbrauchswerte sämtlicher elektrischer Geräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke, Computer oder Fernsehgeräte. Anschließend geben sie konkrete Tipps, wie sich der Verbrauch mit einfachen Mitteln senken lässt. "Gerade mit einem geringen Einkommen ist es wichtig zu wissen, wie man die elektrischen Geräte effizient nutzt und kostengünstig heizt", so Mengemann. Mit dem Stromsparckeck würden Lampen ausgetauscht, Stand-By-Geräte ausgeschaltet und allgemein Tipps zu einem sparsamen Nutzerverhalten gegeben. Das bringe den Haushalten jährlich eine Kostenersparnis von durchschnittlich 276 Euro.

Das Angebot richtet sich an Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld. Vor zwölf Jahren hat die Caritas den Stromspar-Check entwickelt und verbindet seitdem die berufliche Qualifikation von langzeitarbeitslosen Menschen mit Klimaschutz. Die Caritas Ost-Württemberg bietet den Stromspar-Check derzeit im Ostalbkreis und im Landkreis Heidenheim an. Dort wurden seit 2009 mehr als 120 langzeitarbeitslose Menschen zu Stromsparhelfern ausgebildet. Seit Beginn des Stromspar-Checks haben bundesweit fast 352.000 Haushalte an dieser Energiesparberatung teilgenommen. So konnten der Umwelt mittlerweile 585.000 Tonnen CO²-Emissionen erspart werden.

Weitere Informationen: www.stromspar-check.de

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